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Paul Laakmann
„Ich bin von Haus aus Zeichner und interessiere mich dafür, die Welt zu erfassen und mich durch mein Handeln auszudrücken. Ausgangspunkt meiner Arbeit ist die Anerkennung der eigenen Begrenztheit. Wahrnehmung ist subjektiv, fragmentarisch und von individuellen Erfahrungen geprägt. Diese Subjektivität ist kein Mangel, sondern die Voraussetzung meiner künstlerischen Praxis.
Mein Interesse gilt sozialen Phänomene und den Formen von Einflussnahme, durch die Individuen geprägt und gelenkt werden. Auch wenn datenbasierte Systeme und algorithmische Logiken heute Wünsche und Entscheidungen mitbestimmen, ist Beeinflussung kein neues Phänomen. Seit jeher formen Gemeinschaften ihre Mitglieder durch Werte und Normen, die internalisiert und oft als selbstverständlich angenommen werden.
Machtkritische Positionen wie jene von Maria Eichhorn, Hans Haacke und Santiago Sierra bilden einen wichtigen Bezugspunkt meiner Arbeit. In „Soziale Arbeit“ (2022) wird die alltägliche Handlung des Sehens neu geordnet: Der scheinbar freie Blick wird durch ein regalartiges Objekt strukturiert. In „Heft290520“ (2020) wird die Normierung des Schreibens aufgelöst; an ihre Stelle tritt die Zeichnung als Ausdruck von Individualität.
Ich arbeite medienübergreifend und situationsbezogen. Materialien und Formen wähle ich je nach Bedarf und Kontext: Salzteig-Skulpturen in Pizzakartons, die im „Schalttagsmenü“ (2024) zu Speisenpreisen erworben werden können; ein selbstgeschneiderter Einteiler, getragen in der Performance „trauen“ (2023); fingierte und originale Dokumente, zusammengeführt im „Archiv der Akte Laackmann“ (2024).
Mein Interesse an vorgegebenen Strukturen und begrenzten Handlungsspielräumen ist auch biografisch begründet. Als gelernter Steinmetz war ich jahrelang in der Restaurierung tätig. Dort wurden die Weichen gestellt: Es galt, die Formen vergangener Bildhauer zu kopieren, der eigene Spielraum war gering. Der Blick zurück gibt Halt – und wirkt zugleich inspirierend.“
Curriculum vitae
*1990 in Mainz, DE
lebt und arbeitet in Freiburg, DE
Ausbildung
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2025 Referendariat in den Fächern Kunst und Gemeinschaftskunde Freiburg, DE
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2021-24 M.Ed. Studium der Bildenden Kunst, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, DE
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2021-24 M.Ed. Studium der Politikwissenschaft, Albert Ludwig-Universität Freiburg, DE
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2017-21 B.Ed. Studium der Bildenden Kunst und Politikwissenschaft, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, DE
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2013-21 Ausbildung zum und Arbeit als Steinbildhauer, Dombauhütte Mainz, DE
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2012-13 Zeichenschule, Leipzig School of Design Leipzig, DE
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2011-12 Ehrenamt in Druckladen des Gutenberg Museum Mainz, DE
Einzel- und Doppelausstellungen
| 2024 | „Archiv der Akte Laackmann“, Bildhauergarten, Karlsruhe, DE |
| 2023 | „Extrem Normal“, Kulturschmiede Nieder-Olm, DE „no present“, Atelier van Warmerdam, Karlsruhe, DE „dank kunst kontext“,Kalinowskiraum, Karlsruhe, DE |
| 2021 | „Unter Umständen“, Boppstraße, Mainz, DE |
| 2020 | „clopen“, Doppelausstellung mit Franzi Holbach, Apotheke, Mainz, DE |
Gruppenausstellungen (Auswahl)
| 2024 | Dürkheimer Straße 10, Karlsruhe, DE „Andere Menschen fühlen“, Schopf2, Freiburg, DE „Schalttag Vol. 2“, Gruppenausstellung mit Lukas Gartiser und Paul Schuseil, Kantine[16], Neustadt Weinstraße, DE |
| 2023 | „Scheibernhärdter“, Schloss Scheibenhardt, Karlsruhe, DE |
| 2022 | „Dreimer“, Schopf2, Freiburg, DE „Vor mir die Sinnflut“, Schopf2, Freiburg, DE „Golf lol“, Schloss Scheibenhardt, Karlsruhe, DE |
| 2021 | „Abschalten“, Campus der Johannes Gutenberg-Universität, Mainz, DE |
| 2020 | „Schalttag Vol. 1“, Gruppenausstellung mit Lukas Gartiser & Paul Laakmann, Schaltzentrale Boppstraße, Mainz, DE |
| 2019 | „Relay“, Apotheke, Mainz, und Swimmingpool Sofia, Mainz, DE |
Ausgewählte Arbeiten
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Nach dem Ende, 2020, Frottage, Kohle auf Papier, 29,7 x 21 cm, Ed. 1/14 -
Nach dem Ende, 2020, Frottage, Kohle auf Papier, 42 x 29,7 cm , Ed. 2/14 -
Nach dem Ende, 2020, Frottage, Kohle auf Papier, 29,7 x 21 cm, Ed. 11/14 -
Soziale Arbeit (Detail), 2022, Holz (Esche), 215 x 160 x 15 cm (Maße variable) -
Nach dem Ende, 2020, Frottage, Kohle auf Papier, 42 x 29,7 cm , Ed. 5/14 -
Nach dem Ende, 2020, Frottage, Kohle auf Papier, 29,7 x 21 cm, Ed. 6/14 -
Ausstellungsansicht: "Phantomspeisung – Lukas Gartiser, Paul Laakmann, Paul Schuseil", Emde Gallery, Mainz 2026 -
Heft ka-26e, 2026, DIN A4, 80 g Papier, 32 Seiten, Edition von 20 Exemplaren, signiert, datiert und numeriert -
Heft ka-26e, 2026, DIN A4, 80 g Papier, 32 Seiten, Edition von 20 Exemplaren, signiert, datiert und numeriert -
Heft290520, 2020, DIN A4, 80 g Papier, 32 Seiten, Edition von 30 Exemplaren, signiert, datiert und numeriert -
Heft290520, 2020, DIN A4, 80 g Papier, 32 Seiten, Edition von 30 Exemplaren, signiert, datiert und numeriert