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Ronia Adl-Tabatabai – Liaison
Ort: EMDE GALLERY - Mainz
Die Emde Gallery freut sich, die erste Einzelausstellung von Ronia Adl-Tabatabai zu präsentieren. Unter dem Titel „Liaison“ zeigt die Künstlerin neue Arbeiten, in denen sich ihre langjährige Auseinandersetzung mit der Malerei erstmals organisch in den dreidimensionalen Raum erweitert.
Der Ausstellungstitel „Liaison“ – eine Verbindung zweier Komponenten – beschreibt zugleich das zentrale Prinzip der Ausstellung: Verschiedene Materialien, Techniken und Formen werden miteinander verbunden. Malerei, Grafik und erstmals auch Keramik greifen ineinander und bilden ein vielschichtiges Geflecht, in dem sich Materialien, Farben und Gesten gegenseitig beeinflussen. Tonfarben etwa finden Eingang in die Malerei und verleihen ihr eine körperliche Qualität, Pinselstriche verdichten sich zu haptischen Knoten und Schlaufen, Bildschichten überlagern sich und lassen sich am Ende kaum noch voneinander trennen.
ERÖFFNUNG: Freitag, 28. August 2026, 18 – 20:30 Uhr
Gallery Crawl PART Mainz: Donnerstag, 17. September 2026, 18 – 22 Uhr
FINISSAGE: Samstag, 10. Oktober 2026, 12 – 16 Uhr, RUNDGANG durch die Ausstellung mit der Künstlerin um 13 Uhr
Seit vielen Jahren setzt sich Ronia Adl-Tabatabai mit dem Pinselstrich auseinander – jener expressiven Geste, die bis heute eng mit dem Mythos des künstlerischen Genies verbunden ist. Während sie in ihren früheren Arbeiten den einzelnen Brushstroke vor allem als Träger stiller Machtverhältnisse innerhalb der Malerei untersuchte, verschiebt sich der Fokus in den neuen Arbeiten zunehmend auf Verbindungen und die Möglichkeiten, diese sichtbar und erfahrbar zu machen. Die einzelnen Brushstrokes überlagern und verschränken sich zu einem komplexen Gefüge aus Linien, Knoten und Schlaufen. Die neuen Gemälde entstehen dabei in einem langwierigen Prozess des Auftragens und Wiederwegnehmens. Schicht für Schicht verdichten sich die Oberflächen zu komplexen Bildräumen, deren Entstehung sich kaum noch nachvollziehen lässt. Zarte Rosa- und Blautöne, durchscheinende Schichten und weiche, breite Pinselbewegungen verleihen den Arbeiten eine körperliche Präsenz.
Auch die neuen keramischen Arbeiten greifen den Gedanken der Verbindung auf. Ausgangspunkt sind gesammelte Pflanzen und Aststücke, deren organische Verzweigungen die Künstlerin in Ton überträgt. Wie in ihren Gemälden richtet sich der Blick auch hier auf Prozesse des Wachsens, Verknüpfens und Verwobenseins. „Liaison“ zeigt damit eine künstlerische Position, welche die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der Malerei konsequent weiterdenkt und zugleich in den dreidimensionalen Raum erweitert.
Ronia Adl-Tabatabai lebt und arbeitet in Mainz. Sie studierte Freie Bildende Kunst an der Kunsthochschule Mainz und schloss dort 2024 ihr Meisterschülerinnenstudium bei Prof. Anne Berning ab. Ihre Arbeiten wurden bereits in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, zuletzt im Rahmen der Rheinland-Pfalz Triennale in Trier sowie im AKM Koblenz. Aktuell zählt sie zu den Nominierten für den Preis zur Förderung Mainzer Bildender Künstlerinnen und Künstler 2026 und ist mit Arbeiten in der Gruppenausstellung der Nominierten im Apollo (Ollohof), Mainz, vertreten.
Künstlerin
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