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Rahel Sorg & Danijel Sijakovic 

Rahel Sorg & Danijel Sijakovic
 

Ort: EMDE GALLERY - Mainz

Die Galerie freut sich sehr, in ihrer zweiten Ausstellung Malereien von Rahel Sorg und Fotografien von Danijel Sijakovic zu präsentieren.

Was eine gemeinsame Ausstellung so interessant macht, ist, dass die beiden seit Jahren eng miteinander befreundet sind und in einem ständigen Austausch über ihre Arbeiten stehen. Beide Künstler arbeiten mit unterschiedlichen Medien: Rahel Sorgs großformatige, expressive Malereien und die im Vergleich eher kleinformatigen, sorgfältig komponierten Fotoarbeiten Danijel Sijakovics scheinen weit voneinander entfernt zu sein. Es sind aber gerade diese Unterschiede, die eine Gegenüberstellung spannend machen, nicht zuletzt, weil sich über sie auch Ausdrucksmöglichkeiten und Wirkungen zwei sehr unterschiedlicher Medien miteinander vergleichen lassen.

Interview zwischen den Künstlern und Lina Louisa Krämer (Kunsthalle Mainz, Kuratorische Mitarbeit)

Lina Louisa Krämer (LLK): Ihr studiert beide an der Kunsthochschule Mainz und die Emde Gallery realisiert nun eine gemeinsame Ausstellung mit euch beiden. Wird die Auswahl der Arbeiten durch die momentane Ausnahmesituation beeinflusst? Woran arbeitet ihr gerade?

Danijel Sijakovic (DS): Die Gegebenheiten haben sich geändert. Eigentlich wäre ich jetzt in Kroatien, um an meiner Western-Serie weiter zu arbeiten. Dieses Projekt ruht gerade, dafür arbeite ich an neuen Projekten. Mit einem befreundeten Lyriker, der einen bildnerischen Ansatz verfolgt, und einem Fotografen arbeite ich momentan an einem Bildband über Randzonen in urbanen Räumen. Gebiete, die durch ihre einseitige Funktionsweise eine komplett andere Infrastruktur aufweisen als innerstädtische Bereiche. Diese Randräume halten aber die Stadt erst am Laufen, dort befinden sich etwa Kraftwerke, Entsorgungsbetriebe...

LLK: Was interessiert dich an diesen Orten, die ja auch als Un-Orte, als blinde Flecken, betitelt werden, weil man sich in ihnen, wenn man nicht arbeitet, nicht gerade häufig aufhält?

DS: Die Gestaltung dieser Randzonen ist absolut funktional, dort beruht fast nichts auf ästhetischen Entscheidungen, sondern vielmehr darauf, wie das Material – also die Architektur und der Umraum – die Funktion unterstützt. Zum Beispiel beeinflussen Rohrführungen architektonische Entscheidungen mit. Daraus entstehen interessante Formen und Baukörper, die man so in den Innenstädten nicht findet. Natürlich gibt es dort auch einen öffentlichen Raum, der allerdings nicht darauf ausgerichtet ist, das man sich darin länger als nötig aufhalten will. Diese Codes, die den Raum strukturieren, interessieren mich. 

LLK: Und bei dir Rahel, welche Rolle spielt die momentane Situation in deinen oder für deine Arbeiten?

Rahel Sorg (RS): Eigentlich hat sich mein Alltag nicht gravierend geändert. Ich brauche ein Atelier, einen Ort zum Arbeiten. Und dorthin gehe ich nach wie vor fast täglich, um zu Malen. 

LLK: Fließt denn die aktuelle Situation thematisch in deine Bilder ein? Spielen spezifische Themen überhaupt eine Rolle?

RS: Nein. Das ist auch überhaupt nicht der Ansatz, den ich beim Arbeiten verfolge. Also Themen einfließen zu lassen. Vielmehr möchte ich etwas schaffen, das ein persönliches Thema trifft, bei jedem*r Betrachter*in vielleicht etwas anderes auslöst. Natürlich bewegt es mich, relativiert andere Interessenspunkte in ihrer Wichtigkeit und ändert meine Sicht auf einiges. Aber ich möchte nicht offensichtlich auf etwas Spezielles hinweisen, das würde meiner Arbeit auch eine Funktion oder ein Ziel vorschreiben. Ich möchte aber keine Regeln schaffen, die einzuhalten sind beim Betrachten, um etwas zu verstehen. Und ich möchte niemanden ausschließen oder einschränken in der Freiheit, meine Bilder anzuschauen.

LLK: Die Fragen, worum es geht, was konkret zu sehen ist in deinen Malereien, die an der Grenze zwischen Figuration und Abstraktion changieren, bekommst du bestimmt häufig gestellt, oder?

RS: Das ist eine immer wiederkehrende Frage. Für mich ist es erst einmal wichtig, dass sich jeder meine Malereien anschauen kann, ohne dem Druck, den erklärendes Beiwerk wie Texte oder Führungen auslösen können, standhalten zu müssen. Ich möchte prinzipiell zum Denken anhalten, auch zum zweimal Hinschauen. Mit bestimmten Farben oder Formen wecke ich Erinnerungen, spiele mit den Gewohnheiten unserer Augen, das steht aber jedem völlig frei, sich darauf einzulassen.

LLK: Wenn man sich eure Arbeiten anschaut, sind da erst einmal nicht viele Parallelen zu entdecken. Trotzdem oder gerade deshalb entsteht bei der Gegenüberstellung von Fotografie und Malerei ein interessantes Spannungsfeld, wie seht ihr das?

RS: Wir haben Themen, die uns beide beschäftigen, auch wenn sie nicht zwangsläufig immer unmittelbar in unsere Arbeiten einfließen.

DS: Unsere Darstellungsweise ist verschieden, unsere Arbeitsmethoden und Herangehensweisen auch….

RS: ...und trotzdem gibt es auch Überschneidungspunkte. Bei Malerei und Fotografie gibt es formale „Regeln”, z.B. im Bildaufbau, die Verbindungen schaffen zwischen den beiden Gattungen. Oder Horizontlinien und Perspektiven. In meinen Arbeiten spiele ich mit diesen „Regeln”, breche sie oder widerspreche ebendiesen. Danijel reagiert darauf hinter der Kamera. Die Kamera gibt ja wie die Größe einer Leinwand ein Format vor. 

DS: Genau, ich reduziere meine Umgebung innerhalb des Formats, ich setze bewusst etwas in das Format und treffe eine Entscheidung für einen bestimmten Ausschnitt. Auch die Leinwand, auf die Rahel malt, ist so eine formale Vorgabe. Hier treffen wir uns dann in unserer Arbeitsweise, bei dem Versuch, mit diesen formalen Vorgaben zu spielen, aus ihnen herauszukommen.

Schaut man sich die Historie von Malerei und Fotografie an, gibt es viele Berührungspunkte, die aber nicht unbedingt Händchen halten. Die Fotografie wurde eine Zeit lang als Ablösung der Malerei beworben, weil sie die Wirklichkeit unmittelbar abbilden kann, unter vermeintlich objektiven Gesichtspunkten. Durch diese Annahme hat die Malerei letztlich vielleicht sogar an Freiheit gewonnen. Auch die Fotografie dient schon lange nicht mehr nur dem Zweck der Dokumentation und hat sich als eigenständige Gattung im Kunstkontext etabliert. Die Malerei und die Fotografie haben neue Wege gefunden, sich weiter zu entwickeln und treffen sich doch immer wieder in Gegenüberstellungen wie z.B. in der Ausstellung.  

LLK: Wie ist die Ausstellung konkret zustande gekommen? Was gibt es zu sehen?

RS: Annette Emde, die Galeristin, und ich stehen schon länger in Kontakt. Vor einiger Zeit hat Annette mich eingeladen, als Künstlerin in ihrer Galerie vertreten zu werden. Kurz darauf kam auch Danijel ins Boot. Wir kennen uns schon länger, Danijel hat eineinhalb Jahre nach mir angefangen an der Kunsthochschule Mainz zu studieren. 

DS: Ich zeige einige Fotografien, die in den letzten Monaten hier in Mainz entstanden sind. Die Reisebeschränkung war eine Chance, mich mit meiner näheren Umgebung intensiver auseinanderzusetzen. 

RS: Wir alle drei zusammen haben eine Auswahl an Arbeiten getroffen. Was dann letztlich im Raum funktioniert, wird sich noch zeigen. 

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