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Götz Diergarten: typisch typologisch 

Götz Diergarten: typisch typologisch
 

Ort: EMDE GALLERY - Mainz

Götz Diergarten

 

Die Emde Gallery freut sich sehr, vom 13. Mai bis zum 25. Juni die Ausstellung „typisch typologisch“ mit Fotografien von Götz Diergarten zu präsentieren. Götz Diergarten - einer der letzten und jüngsten Absolventen der berühmten Klasse von Bernd und Hilla Becher an der Düsseldorfer Kunstakademie – zählt zu den wichtigsten deutschen Fotokünstlern. In der Emde Gallery wird er ausgewählte Arbeiten unterschiedlicher Werkgruppen präsentieren, die einen Querschnitt durch seine inzwischen fast drei Jahrzehnte andauernde Auseinandersetzung mit dem fotografischen Bild bieten.

Götz Diergarten widmet sich in seinen Fotografien alltäglicher Architektur: Gewöhnliche Häuser und ihre Fassaden sind dabei ebenso von Interesse wie schlichte, hölzerne Strandhütten oder U-Bahn-Stationen. Die Gebäude in den Aufnahmen werden eher selten in ihrer baulichen Gesamtheit erfasst. Der Künstler zeigt vor allem kleinere oder größere Details, isoliert Fassaden, Fenster oder andere Gebäudeelemente aus einem größeren Zusammenhang. Dabei bildet er die Wirklichkeit so ab, wie er sie vorfindet: Nichts wird inszeniert oder verändert, nachträgliche digitale Manipulationen finden nicht statt. Er sei „Bilder-Finder“ und kein „Bild-Erfinder“, wie er selbst immer wieder betont.

Die Heterogenität der Aufnahmen, die seiner näheren Umgebung entstammen oder auf Reisen entstehen und in der Regel einem eigenen Suchen folgen, wird zunächst durch eine an das Werk von Bernd und Hilla Becher erinnernde konzeptuelle Strenge und einen vorgeblich sachlichen Blick zusammengehalten. Auch arbeitet Götz Diergarten seriell, in breit angelegten Werkgruppen und stellt seine Aufnahmen – wie schon der Titel zu erkennen gibt – gerne als Typologien zusammen, um, so der Künstler, „das Individuelle im Uniformen hervorzuheben bzw. vergleichbar zu machen“. Dies verdeutlichen beispielsweise die Aufnahmen von Strandhütten aus Belgien, der Normandie und England aus den Jahren 2001 bis 2005, von denen eine Auswahl in der Ausstellung zu sehen ist, oder die zu einer Neuner-Typologie zusammengestellten Duisburger Fenster aus dem Jahr 2018. Gleiches gilt auch für das Bild „Nowa Huta“, aus der gleichnamigen Serie von 2010/11. Hier blickt der Betrachter frontal auf die mehrgeschossige Fassade eines uniformen Plattenbaus. Die rot, grün, gelb und orange gestrichenen, loggiaartigen Nischen bilden – ebenso wie die drei Bäume im Vordergrund – einen starken Kontrast zur grauen, kalten Fassade und zeugen vom Wunsch nach Individualisierung und Differenzierung.

Hier tritt ein weiterer zentraler Aspekt seines künstlerischen Schaffens zutage: Götz Diergarten fotografiert ausschließlich in Farbe. Die Farbigkeit ist von entscheidender Bedeutung für die Bildkonstitution und verleiht den Arbeiten mit ihrer starken Affinität zu unbeachteten Orten und unspektakulären Motiven eine malerische Qualität. Die Aufnahmen der Serie „Pirmasens“ von 2013, die präzis zentrierte Fassadenausschnitte zeigen, an denen man im Alltag oft achtlos vorbeigeht, führen dies exemplarisch vor Augen. Die Fotografien sind flach, belebt nur durch die Struktur der Wand. Sie bilden nicht nur bloß enge Ausschnitte von Hauswänden ab, sondern erscheinen zugleich als abstrakte Konstellationen aus vier verschiedenfarbigen Flächen, die sich horizontal und vertikal zueinander verhalten, so dass sie fast als abstrakte Farbfeldmalerei gelesen werden können.

Ähnlich verhält es sich auch mit den Aufnahmen der in unterschiedlichen Farben gehaltenen Wandfliesen der Prager Metro, die im Zusammenhang mit seiner 2006 begonnenen und seitdem kontinuierlich weiterentwickelten Serie METROpolis entstanden sind und U-Bahn-Stationen in verschiedenen europäischen Hauptstädten zeigen. Mit ihren auf eine zweidimensionale Fläche reduzierten konkaven Vertiefungen und konvexen Wölbungen, zeigen die Fotografien der Prager Metro erneut Parallelen zu Bildfindungen der abstrakten Malerei.

Während der sachlich-dokumentarische Stil und der typologische Zusammenhang der seriellen Bildfolgen auf den objektiven Charakter des Mediums zu verweisen scheinen, unterstreicht die malerische Dimension die abstrakten Qualitäten in Götz Diergartens Bildern, die über das Dargestellte hinausweisen. Seine Fotografien sind Abbilder gefundener (und für bildwürdig erachteter) Wirklichkeit, aber auch autonome Bilder; einerseits scheinen sie dokumentarisch, andererseits hoch artifiziell und wohl komponiert; sie scheinen sachlich-neutral und zeugen doch von einer sehr persönlichen Sicht.
Der Künstler selbst bezeichnet seine Werke als Fotobilder und bringt damit das seinen Arbeiten zugrundeliegende dialektische Moment bestens auf den Punkt. Darüber hinaus spielen sie immer auch mit der Wahrnehmung des Betrachters und den Möglichkeiten des Sehens. Das Nebensächliche, dem ansonsten keine große Aufmerksamkeit entgegengebracht wird, offenbart sich so, dass eine bewusste Wahrnehmung desselben möglich wird.

Götz Diergarten (*1972 in Mannheim) studierte von 1993 bis 1998 Freie Kunst und Fotografie bei Bernd Becher an der Düsseldorfer Kunstakademie, anschließend Fotografie an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich und gehört zu den wichtigsten deutschen Fotokünstlern. Arbeiten von Götz Diergarten sind in wichtigen nationalen und internationalen Sammlungen vertreten und in zahlreichen Ausstellungskatalogen publiziert.

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