Support

Lorem ipsum dolor sit amet:

24h / 365days

We offer support for our customers

Mon - Fri 8:00am - 5:00pm (GMT +1)

Get in touch

Cybersteel Inc.
376-293 City Road, Suite 600
San Francisco, CA 94102

Have any questions?
+44 1234 567 890

Drop us a line
info@yourdomain.com

About us

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit.

Aenean commodo ligula eget dolor. Aenean massa. Cum sociis natoque penatibus et magnis dis parturient montes, nascetur ridiculus mus. Donec quam felis, ultricies nec.

DE
Have any Questions? +01 123 444 555

Götz Diergarten & Robert Klümpen – Schöne Grüße!

Götz Diergarten & Robert Klümpen – Schöne Grüße!

Ort: EMDE GALLERY - Mainz

Foto: Robert Klümpen (privat)
Foto: Robert Klümpen (privat)

 

Die Emde Gallery freut sich, die Doppelausstellung „Schöne Grüße!“ mit fotografischen Arbeiten von Götz Diergarten und Gemälden von Robert Klümpen zu präsentieren. Die Ausstellung vereint ausgewählte Werke vergangener Schaffensjahre mit Einblicken in die jeweils aktuellen künstlerischen Arbeiten – in einem Dialog, in dem, wie die Einladungskarte bereits andeutet, Blumen als zentrales Motiv in Erscheinung treten.
Die beiden Künstler kennen sich seit ihrer Studienzeit an der Düsseldorfer Kunstakademie in den 1990er Jahren und haben seither mehrfach zusammengearbeitet. Ungeachtet der Differenz ihrer Medien und Herangehensweisen, lassen sich in der Wahl ihrer Sujets immer wieder Berührungspunkte und Gemeinsamkeiten entdecken. Beide rücken das Alltägliche in den Mittelpunkt ihres Schaffens, indem sie einfache, unspektakuläre Motive so transformieren, dass sie neue ästhetische Dimensionen und Bedeutungsebenen eröffnen.

 

ERÖFFNUNG der Ausstellung mit Künstlergespräch: Freitag, 25. April 2025, 18-20:30 Uhr
MAINZER MUSEUMSNACHT: Samstag, 14. Juni 2025, 18-0 Uhr

 

Allen Arbeiten von Götz Diergarten, der – ganz in der Tradition seiner Lehrer Bernd und Hilla Becher – seriell, in breit angelegten Werkgruppen arbeitet und seine Fotografien gerne als Typologien zusammenstellt, liegt das Interesse zugrunde, das „Besondere im Banalen“ sichtbar zu machen und für eine neue Wahrnehmung zu sensibilisieren. Seine Motive entstammen dem architektonischen Alltag: Häuser, Strandhäuschen oder U-Bahn-Stationen. Dabei zeigt Diergarten die Gebäude selten in ihrer Gesamtheit. Er konzentriert sich vielmehr auf einzelne Details wie Fassaden, Fenster oder andere Gebäudeelemente, die aus ihrem Zusammenhang herausgelöst erscheinen. Ein weiterer zentraler Aspekt ist, dass er durchweg in Farbe fotografiert. Die Farbigkeit ist von entscheidender Bedeutung und verleiht den Fotografien mit ihrer Affinität zu unbeachteten Orten und unspektakulären Motiven eine malerische Qualität, jedoch ohne ins Pittoreske abzugleiten.

Robert Klümpen setzt sich in seinem Werk intensiv mit dem Verhältnis von Gegenständlichkeit und Abstraktion auseinander. Frühere Arbeiten zeigen von künstlichem Licht illuminierte, nächtliche Alltagsszenen – Kneipen, Kioske, Rummelplätze, Bauwagen oder Haltestellen –, oft mit nur wenigen, dunklen Pinselstrichen angedeutet. Im Zentrum der darauffolgenden Werkreihe stehen abstrakte Bilder: exzentrische Spielarten der Farbfeldmalerei, eingefasst mit gemalten Rahmen oder Umrandungen, die nicht nur das Bild als solches definieren, sondern darüber hinaus auch seine Flächigkeit betonen. All seine Gemälde verwickelt er in eine eloquente Auseinandersetzung mit malerischen Techniken und Ausdrucksweisen. Auch die Geschichte der Kunst, mit der sich Klümpen hervorragend auskennt, durchzieht sein Werk, das insgesamt geprägt ist von einem reflektierten, zwischen Hommage und Neuerfindung oszillierendem Spiel mit Zitaten und Verweisen. Die Bildtitel des Künstlers bilden dabei häufig eine zusätzliche Ebene mit oftmals humorvollem Unterton.

Ein gutes Beispiel hierfür sind seine seit 2022 entstehenden, leuchtend farbigen Blumensträuße. Damit greift Klümpen ein klassisches, seit Jahrhunderten wichtiges Sujet in der Kunst auf – vom barocken Vanitas-Gemälde bis hin zur Moderne – und entwickelt daraus seine ganz eigene zeitgenössische Interpretation.
Im vorderen Raum der Galerie sind mehrere dieser Arbeiten zu sehen, dicht gehängt, wie in einem kleinen Bildersalon: Tulpen, Sonnenblumen und andere Blumen, in schwungvollen Bewegungen filigran arrangiert in Vasen, Krügen oder Glasgefäßen. Diese floralen Kompositionen entstehen durch Übermalung älterer abstrakter Werke und erzeugen so einen spannungsreichen Kontrast zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Statt einer naturalistischen Wiedergabe reduziert Klümpen die Formen und arbeitet mit leuchtenden Farbflächen, vorwiegend aufgetragen mit Acryl, Öl und Ölpastell.
Die Arbeiten, die teilweise direkt am Objekt vor einem Blumenstrauß entstehen, sind reich an kunstgeschichtlichen Verweisen. Mit der alten Vorstellung von der „Vergänglichkeit“ haben diese von Farbe strotzenden Blüten allerdings nichts zu tun. Vielmehr greift Klümpen zurück auf die Tradition des modernen Blumenstilllebens. Seine Malereien rufen Erinnerungen wach an Blumenbilder, die sich kollektiv in unser Gedächtnis eingeschrieben haben oder die uns aus der Kunstgeschichte vertraut erscheinen. Eine Sonnenblume genügt, um Assoziationen an van Goghs in flammendem Gelb gemalte, ikonische Sonnenblumen aufkommen zu lassen. In anderen Bildern nimmt Klümpen Bezug auf die ornamental verdichteten Blüten Odilon Redons oder die farbgewaltigen Kompositionen David Hockneys, um nur einige zu nennen.
Klümpens Blumenbilder sind dekorativ, ohne sich im Dekorativen zu erschöpfen. Unter ihrer farbintensiven Oberfläche entfaltet sich vielmehr ein dichtes Geflecht aus Zitaten und Verweisen und feinem, subtilem Humor, das sich erst auf den zweiten Blick erschließt. Auch das Schnittblumen-Motiv, das die Einladungskarte ziert, folgt dieser Strategie: Die Farbfotografie – ein privates Foto des Künstlers – erinnert an Postkarten aus den 1960er Jahren. Die Blumen wirken künstlich, fast steril, zugleich sind sie in ihrer nuancierten Farbigkeit auch schön. Das klassische Sujet des Blumenstilllebens wird in eine kitschige Postkartenästhetik überführt, versehen mit der Aufschrift „Schöne Grüße!“.

Florale Motive finden sich auch in den neuen Fotoarbeiten Götz Diergartens, den seit 2020 entstehenden Serien „inside-out“ und „outside-in“. Diergarten fotografiert hier seine Motive durch verschiedene Arten von halbtransparentem Glas, entweder mit der Kamera im Innenraum mit Blick nach außen oder umgekehrt. Dabei experimentiert er mit unterschiedlichen Glasstrukturen, etwa geripptem, geriffeltem, gewelltem oder ornamentiertem Glas. Die zwischen Kamera und Motiv liegende Glasschicht wirkt wie ein Filter, der die dahinterliegende Welt in abstrakte Kompositionen aus amorphen, weich fließenden Farbfeldern verwandelt.
Zu den in der Ausstellung gezeigten Arbeiten gehört zum einen ein großformatiger Leuchtkasten, der eine in weiches Licht getauchte, gelbe Blume hinter einem gewellten Glas nur erahnen lässt. Das Gegenständliche löst sich auf und wird malerisch überformt. Daneben sind mehrere kleinere Formate auf Aluminiumträgern zu sehen, etwa ein Papierblumenstrauß, aufgenommen durch ein geriffeltes Glas. Das einfallende Licht wird so gestreut, dass sich die Blüten in eine reliefartige, orange-rot-pinke Struktur auflösen, die an malerische Gesten erinnern.

Diergartens Fensterbilder eröffnen neue Sichtweisen auf Vertrautes. Es gelingt ihm, das Alltägliche in einem – im wahrsten Sinne des Wortes – neuen Licht zu sehen.

Die Bilder der beiden Künstler hängen gewollt dicht beieinander, in unterschiedlichen Höhen und Formaten, so dass sich ein fast collageartiges Gesamtbild ergibt. Die assoziativ gehängten Blumenbilder im vorderen Raum, in dem die Werke scheinbar zufällig, aber mit sicherem Blick nebeneinander ihren Platz finden, werden im hinteren Teil ergänzt durch gezielt gesetzte Bildpaare, bestehend jeweils aus einer Fotografie und einem Gemälde. So trifft etwa die Fotografie eines schlichten Straßenschilds auf eine gemalte Straßenlaterne – letztere eine Anspielung auf Martin Kippenbergers „besoffenen“ Laternen. In einer weiteren Paarung findet sich die runde Silhouette einer Litfaßsäule in Klümpens Malerei formal gespiegelt in einem runden Hochsilo in Diergartens Fotografie – das wiederum eine bewusste Referenz an die Silotypologien seiner Lehrer Bernd und Hilla Becher darstellt.

Die in diesem Teil der Ausstellung gezeigten Arbeiten stammen aus jeweils früheren Werkphasen der Künstler. Klümpens Gemälde zeigen nächtliche Szenen des Alltags, Beobachtungen urbaner Randzonen. Zu sehen sind Orte, die verlassen wirken und doch eine gewisse erzählerische Spannung in sich tragen. Die Motive bleiben meist vage, nur schemenhaft angedeutet, bis an die Schwelle zur Abstraktion aufgelöst. Es haftet ihnen eine eigentümlich ambivalente Stimmung an zwischen Vertrautheit und Unheimlichkeit, zwischen Banalität und existentieller Schwere. Sie stehen damit in einem deutlichen Kontrast zur heiteren Farbigkeit und Leuchtkraft der Blumenbilder im vorderen Raum.

Auch Diergartens Fotografien in diesen Paarungen stammen aus früheren Serien. Wie immer, geht es ihm darum, das Besondere im Banalen, sichtbar zu machen und dadurch eine veränderte Wahrnehmung vertrauter Dinge zu ermöglichen. Obwohl seine Fotografien in einem sachlich-dokumentarischen Stil gehalten sind und damit auf den objektiven Charakter des Mediums verweisen, offenbaren sie sich bei näherer Betrachtung als durchkomponierte Bilder, die über das Dargestellte hinausweisen. Seine Fotografien sind Abbilder gefundener und für bildwürdig erachteter Wirklichkeit, gleichzeitig aber auch autonome Bildkonstruktionen; sie scheinen sachlich-neutral und zeugen doch von einer sehr persönlichen Sicht. Diergarten selbst bezeichnet seine Werke als Foto-Bilder und bringt damit die seinen Arbeiten inhärente dialektische Spannung bestens auf den Punkt.

Die Werke beider Künstler wirken auf subtile Weise aufeinander. Sie erscheinen verwandt, weil sich die Künstler ähnlicher Motive bedienen und zu vergleichbaren kompositorischen Lösungen kommen. Gerade im Zusammenspiel der früheren Werke mit den aktuellen Blumenbildern entfaltet sich ein besonderer Reiz. Dabei offenbart sich ein tiefergehendes, gemeinsames Interesse, das über motivische und formale Korrespondenzen hinausweist: die reflektierte, fortwährende Auseinandersetzung mit dem eigenen Medium und dem künstlerischen Prozess der Bildfindung. Was ist überhaupt ein Bild? Und welche Möglichkeiten bleiben der Malerei oder der Fotografie heute noch, wenn scheinbar alles bereits schon einmal gesehen oder dargestellt wurde? Wie kann man in der Malerei oder Fotografie ein Sujet wie die Blume, das in der Kunstgeschichte so vielfach durchdekliniert wurde, noch neu denken? Und wo verläuft die Grenze zur Abstraktion?

Götz Diergarten (*1972 in Mannheim) studierte von 1993 bis 1998 Freie Kunst und Fotografie bei Bernd Becher an der Düsseldorfer Kunstakademie sowie anschließend Fotografie an der Hochschule für Gestaltung in Zürich (heute Zürcher Hochschule der Künste). Er zählt zu den wichtigsten deutschen Fotokünstlern seiner Generation. Seine Werke wurden in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen gezeigt, sind in wichtigen Sammlungen weltweit vertreten und in zahlreichen Ausstellungskatalogen publiziert. Er lebt und arbeitet in Frankfurt am Main und Volxheim.

Robert Klümpen (*1973 in Issum am Niederhein) studierte von 1994 bis 2002 Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf, zunächst bei A.R. Penck, später bei Dieter Krieg. Er nimmt einen wichtigen Standpunkt in der zeitgenössischen deutschen Malerei ein. Werke des Künstlers wurden in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen präsentiert und sind in zahlreichen öffentlichen wie auch privaten Sammlungen vertreten. Nach Professuren an der HfBK Dresden (ab 2014) und an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle (ab 2018) ist er seit 2022 Professor für Malerei an der HBK Braunschweig. Robert Klümpen lebt und arbeitet in Köln und Braunschweig.

Künstler

Newsletter bestellen

Bitte senden Sie mir entsprechend Ihrer Datenschutzerklärung regelmäßig und jederzeit widerruflich Informationen über Veranstaltungen/Ausstellungen der EMDE Gallery per E-Mail zu. (Nach dem Abonnieren erhalten Sie ein E-Mail mit einem Bestätigungslink.)

Bitte rechnen Sie 3 plus 5.

Zurück

© 2026 EMDE GALLERY - All Rights Reserved.